Im Gespräch mit Sebastian:
Ein Erfahrungsbericht zur Workation im Allgäu
Was ist dir als Erstes aufgefallen, als du angekommen bist?
Sebastian: Der Garten. Wild, offen, nicht zurechtgestutzt. Er hat sofort Natürlichkeit ausgestrahlt. Und dann das herzliche Willkommen mit Kuchen. Frieda, die Puppe, die unsere Tochter willkommen geheißen hat. Das war Wohlfühlen von Anfang an.
Gab es einen Moment, der sich besonders gut angefühlt hat?
Sebastian: Das Frühstück. Dieser langsame Start mit Slow Food hat eine Art kleine Zeitblase geschaffen. So perfekt, dass nur der Moment gezählt hat – ich habe nur sehr ungern auf die Uhr am Handy geschaut, damit ich nicht zu spät in den Arbeitstag starte…
Wie sah ein typischer Arbeitstag während deiner Workation aus?
Sebastian: Ich bin nach dem Frühstück in die Tenne gegangen. Meist in den vorderen Bereich, nah am Fenster. Der Raum hatte eine lichte Stimmung und genug Ruhe. Die hohen Decken und die lange Tafel haben Weite gegeben. Am Ende des Tages habe ich den Laptop zugeklappt und war sofort im Gefühl von Feierabend.
Warum war die Tenne dein bevorzugter Arbeitsplatz?
Sebastian: Das Spiel mit verschiedenen (natürlichen) Materialien und das “cleane” Design der Tenne haben es einem leicht gemacht, in einen produktiven Flow zu kommen. Das Licht, die Luft, die Offenheit. Und die Möglichkeit, in zwei Schritten draußen zu sein. Bei Telefonaten bin ich oft hinausgegangen. Das gelingt zu Hause selten.
Was war dein Lieblingsmoment am Tag?
Sebastian: Barfußlaufen. Der Boden war kühl, angenehm. Ich habe mich fast ausschließlich ohne Schuhe bewegt. Das war für mich etwas Besonderes.
Gab es etwas, das dich überrascht hat?
Sebastian: Wie stark der Morgen den ganzen Tag getragen hat. Der Slow-Food-Ansatz hat die Hektik rausgenommen. Auch wenn Deadlines anstanden. Zeit war in der Tat relativ – auch weil euer Team einfach von Anfang bis Ende auch mit Herz und Leidenschaft hinter dem Konzept steht.
Wie hast du in stressigen Phasen Ruhe gefunden?
Sebastian: Fenster auf, Luft rein. Telefonate an der frischen Luft führen. Und die Tenne hat eine gute Energie und ein kurzer Blick in den Raum hat oft schon gereicht. Und abends der Sprung in die Iller.
Wie unterscheidet sich eine Workation hier von deinem Alltag zu Hause?
Sebastian: Ich habe mich mehr bewegt. Bin öfter rausgegangen. Der Rhythmus war anders und alles hat sich einfach leichter angefühlt.
Was würdest du jemandem sagen, der sich nicht sicher ist, ob eine Workation funktioniert?
Sebastian: So eine Unsicherheit kann ich verstehe. Man weiß vorher ja nicht, ob man wirklich gut arbeiten kann oder in einer Ecke mit schlechtem Internet sitzt. Bei euch war das anders. Ihr habt mir alle Räume geöffnet und ich konnte auch wunderbar außerhalb vom Apartment arbeiten. Also: Ausprobieren lohnt sich.
Würdest du eine Workation in d’Kammer wieder machen?
Sebastian: Ja. Und zwar genauso. Es hat sich nicht fremd angefühlt. Eher ein bisschen wie ein erweiterter Teil der Familie.
Vielen Dank, Sebastian, wir freuen uns, wenn wir uns wiedersehen!