März im Allgäu – endlich wieder draußen sein

Es war letzte Woche Mittwoch, ein ganz normaler Vorbereitungstag für das nächste Retreat. Ich bin mit dicker Jacke durch den Garten gestreift. Das braune Laub vom Herbst liegt noch zwischen den Bäumen, die Streuobstwiese ist noch zurückhaltend grün – aber dazwischen blitzen plötzlich Krokusse auf. Und dann diese Sonne. Zum ersten Mal in diesem Jahr zweistellige Temperaturen. Da wusste ich: Jetzt müssen die Liegestühle aus dem Schuppen

 

Lotti und Karotti, unsere zwei Holzpferde, durften auch gleich wieder auf die Weide, die Kinder wären am liebsten gleich barfuß losgerannt – und ich saß mit meinem Kaffee auf der Sonnenterrasse, die Sonne im Gesicht und habe mich einfach nur gefreut. Kennt ihr dieses Gefühl, wenn man merkt: Jetzt kippt die Jahreszeit?

 

Der März ist der Monat, in dem alles wieder nach draußen drängt. Und genau dafür ist das Unterallgäu jetzt ideal: für alle, die Natur erleben möchten, bevor die Hauptsaison beginnt. Für Paare, für Familien, für alle, die sich nach Sonne sehnen und gern unterwegs sind – aber ohne Gedränge.

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Was man im März im Unterallgäu erleben kann

Im März lässt sich hier schon erstaunlich viel unternehmen: wandern, Rad fahren, Märzenbecher entdecken, über Wochenmärkte schlendern oder das Bauernhofmuseum erkunden –noch ohne Hochsaison-Betrieb. Es ist diese Mischung aus Bewegung und Ruhe, die den Monat so besonders macht.

Direkt bei uns am Hof

Unser Garten gehört langsam wieder uns. Und euch. Die Liegestühle stehen bereit, die ersten Nachmittage ziehen sich ein bisschen länger, und Kaffee und Kuchen schmecken draußen einfach anders. Man hört wieder das Zwitschern der Vögel, spürt die Sonne im Gesicht und merkt, wie gut es tut, draußen zu sein. Check-in mit Sonnenstrahlen – das hat im März eine ganz eigene Qualität.

In der Natur rund um d’Kammer

Habt ihr schon einmal eine Märzenbecherwiese gesehen? In der Pommersau an der Iller breiten sich für kurze Zeit tausende weiße Blüten über den Auenboden aus. Man läuft ein Stück, und plötzlich steht man mitten in diesem Blütenmeer. Fast ein bisschen unwirklich.

Und dann natürlich: raus auf die Wege. Wandern (z.B. im Wurzacher Ried), spazieren, Rad fahren – endlich wieder in Bewegung kommen. Das Schöne hier im Unterallgäu ist ja, dass man unterwegs sein kann, ohne ständig anderen ausweichen zu müssen. Die großen Touristenströme ziehen weiter südlich vorbei. Hier bleibt es ruhiger und entspannter. Und ganz ehrlich: Genau so mögen wir’s.

In den kleinen Städten und der Region

Mit Sonne wirkt alles gleich ein bisschen leichter. Man schlendert durch Memmingen, schaut bei Fräulein Frida oder im 123-allerlei vorbei, bleibt vielleicht doch länger als geplant. In Leutkirch zieht es uns in die Zweigstelle – und im März auch neu zu Frau Anni. In Kempten erst bei Fatih einen Kaffee trinken, dann weiter zum Stählin oder ins Lucky Fabric. Draußen in den Cafe`s sitzen, das erste Eis essen, treiben lassen: Das fühlt sich nach Frühling an, oder?

Wochenmärkte im Frühling

Mit den ersten warmen Tagen wächst auch die Lust auf Marktbesuche. Frisches Grün, erste Kräuter, Gemüse direkt aus der Region – Produkte mit Herkunft und Gesicht. Man kommt ins Gespräch, nimmt hier ein Bund Schnittlauch mit, dort ein Stück Käse, und plötzlich ist der Korb voller als geplant.

Unsere liebsten Märkte:

Kempten – lebendig, vielfältig und mit einer guten Mischung aus Ständen und Food-Trucks.

Memmingen – charmant, mitten in der Altstadt beim Rathaus.

Ravensburg – größer, mit toller Auswahl und einer besonderen Atmosphäre zwischen den historischen Häusern.

Saisonstart im Bauernhofmuseum

Am 19. März öffnet das Bauernhofmuseum Illerbeuren direkt gegenüber von uns wieder seine Tore – mit freiem Eintritt zum Saisonstart. Ein Dorf im Dorf. Man schlendert durch alte Höfe, wirft einen Blick in vergangene Zeiten, entdeckt Tiere, Werkstätten, kleine Details. Es ist erstaunlich, wie schnell man dort raus ist aus dem Alltag.

In den Osterferien läuft das Ferienprogramm an, und im alten Brotbackhäuschen wird wieder Brot gebacken.

Warum der März für uns so besonders ist

Der März im Allgäu ist so eine Zeit dazwischen: Es wird wieder heller, die Luft fühlt sich frischer an, und draußen geht langsam wieder mehr – ohne dass es gleich voll wird. Genau diese Mischung mögen wir: rauskommen, durchatmen, erste Touren machen und trotzdem Ruhe haben.

Für wen sich Urlaub im März im Allgäu eignet

Der Monat passt gut für alle, die Natur und Erholung wollen, aber nicht nur „drinnen gemütlich“. Wer eine Workation plant, kann tagsüber konzentriert arbeiten und danach einfach noch schnell eine Runde raus – ein Spaziergang, eine kleine Wanderung oder vielleicht schon die erste Radtour. Auch wer gern regional unterwegs ist, findet jetzt eine angenehme Zeit: Märkte und kleine Läden lassen sich entspannt entdecken, ohne Gedränge.

Kurz gesagt: Warum sich der März im Allgäu lohnt

Im Unterallgäu startet im März langsam die Draußen-Saison: Erste Frühblüher zeigen sich, die Temperaturen klettern oft in den zweistelligen Bereich und viele Wege bleiben angenehm ruhig. Perfekt für eine Wanderung, eine Radtour oder einen Besuch auf einem der regionalen Märkte. Auch das Bauernhofmuseum Illerbeuren öffnet wieder – ein schöner Programmpunkt, wenn man Natur und Kultur verbinden möchte.